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06.07.20 | Kanton St. Gallen

240 Poser angezeigt – 24 Fahrzeuge stillgelegt

Kontrolle eines technisch veränderten Fahrzeugs. (Foto: ZVG)

Seit dem schweizweiten Lockdown (17. März 2020) hat die Kantonspolizei St.Gallen vermehrte Poser-Kontrollen durchgeführt. Es wurden 237 Männer und drei Frauen wegen Verursachung von vermeidbarem Lärm, unnötigem Herumfahren oder technischen Änderungen bei der Staatanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht. Die Verzeigten waren mehrheitlich zwischen 19 und 28 Jahre alt. 22 Autos und zwei Motorräder wurden stillgelegt.

Während der Corona-Zeit gingen auffällig viele Meldungen von Bürgern über sogenannte Autoposer bei der Kantonspolizei St.Gallen ein. Verkehrsteilnehmende, welche mit ihren Fahrzeugen vermeidbaren Lärm verursachen oder unnötig herumfahren und den Motor hochdrehen, sind für Drittpersonen extrem störend. Bei den jeweiligen Kontrollen wurden 75 Verkehrsteilnehmende diesbezüglich angezeigt. Weiter wurden 165 Auto- oder Motorradfahrer ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht, weil sie nicht erlaubte, technische Veränderungen an ihren Fahrzeugen vorgenommen hatten. Die Kantonspolizei St.Gallen macht darauf aufmerksam, dass technische Veränderungen an den Fahrzeugen nicht pauschal verboten sind, sofern sie vom Strassenverkehrsamt geprüft wurden. Nicht eingetragene und nicht genehmigte, typenfremde Fahrzeugteile wie beispielsweise Felgen oder Manipulationen an Auspuffanlagen sind nicht erlaubt. Besonders Letzteres ist eine von vielen Varianten, um die Geräuschemissionen von Fahrzeugen zu manipulieren.