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29.06.20 | Zürich

Regierungsrat droht, Clubs wieder zu schliessen

Für alle Partybesucher gelten zehn Tage Quarantäne. (Foto: Keystone-SDA)

Der "Superspreader-Event" in einem Stadtzürcher Club hat den Kanton Zürich beunruhigt. Die Arbeit der Contact-Tracer wurde erschwert, weil viele Besucher falsche Adressen angaben.

Viele Partygänger beschimpften die Kontaktermittler zudem bei ihrer Nachforschungsarbeit und hinterliessen bei den Clubbetreibern falsche E-Mail-Adressen, wie Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) an einer Medienkonferenz in Zürich sagte. Trotzdem wolle die Regierung aktuell keine Clubs schliessen.

Die Gesundheitsdirektorin zeigte sich davon enttäuscht, dass sich auch dieses Wochenende die Partygänger nicht an die Hygieneregeln hielten. Dies hätten ausgewertete Nachrichten und Bilder auf den Social-Media-Kanälen gezeigt.

Sie rief die Clubbetreiber dazu auf, die Identitätskarten der Besucher zu kontrollieren, "Fake-Namen reichen nicht." Werden die Anweisungen nicht befolgt, so Rickli, würden Clubschliessungen in Betracht gezogen. Auch ID-Kontrollen seien eine Möglichkeit, die in Betracht gezogen werde, sagte Rickli gegenüber der Tagesschau von SRF. Kommende Woche soll es nun zu einem Treffen zwischen dem Kanton und der Clubszene kommen.

Am 21. Juni war es im Kanton Zürich zum ersten sogenannten "Superspreader-Event" gekommen. Ein Mann, der in einem Stadtzürcher Club anwesend war, wurde positiv auf Covid-19 getestet. Fünf weitere Personen, die mit ihm im Club waren, entwickelten daraufhin Symptome und wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet.