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30.06.20 | Region

Die meisten St.Galler fühlen sich gesund

Gesundheitsbefragung in St. Gallen. (Foto: SDA)

Waren Sie in den letzten 12 Monaten bei einer Ärztin oder einem Arzt? Haben Sie gearbeitet, obwohl Sie krank waren? Wie oft fühlen Sie sich einsam? Solche Fragen mussten für die Erhebung beantwortet werden, die 2017 schweizweit durchgeführt wurde. Kantone können dabei eine Erhöhung der Stichprobe in Auftrag geben und erhalten danach repräsentative Aussagen für ihr Gebiet. Zum zweiten Mal nach 2002 liegen nun für den Kanton St. Gallen detaillierte Daten vor.

Bei der Auswertung soll es nicht bleiben: Aus den gewonnenen Erkenntnissen würden nun "bedarfsgerechte und gleichzeitig finanzierbare Massnahmen" abgeleitet, kündigte das St. Galler Gesundheitsdepartement am Dienstag an.

Verglichen werden die Resultate mit denjenigen der letzten Studie, mit denjenigen für die ganze Schweiz oder mit anderen Kantonen und Landesteilen. 2002 hatten 86,5 Prozent der Befragten ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut beurteilt. Bei der aktuellen Ausgabe sind es 84,1 Prozent, ein Ergebnis, das dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Ein weiteres von zahlreichen Ergebnissen zeigt, das 28,9 Prozent der St. Galler Bevölkerung durch ein Gesundheitsproblem eingeschränkt ist. Das ist hinter Basel-Landschaft der zweithöchste Anteil. Der Wert liegt auch deutlich über dem Schweizer Durchschnitt von 25,2 Prozent.

Einige weitere Ergebnisse: 20,4 Prozent der St.Galler Bevölkerung geben einen erhöhten Blutdruck an, 11,9 Prozent erhöhte Cholesterinwerte und 5,7 Prozent haben Diabetes. Diese Werte entsprechen jeweils dem Schweizer Durchschnitt. Immer mehr Menschen im Kanton St. Gallen fühlen sich einsam. Der Anteil hat sich von 28 Prozent bei der letzten Befragung auf 36 Prozent erhöht. Auch die Arbeitssituation hat einen Einfluss auf die Psyche. Generell zeigten die St. Gallerinnen und St. Galler mit 77 Prozent eine hohe Arbeitszufriedenheit. Dieses Ergebnis habe aber auch eine Kehrseite, heisst es in der Mitteilung. So geben 16 Prozent eine emotionale Erschöpfung am Arbeitsplatz an. Dies sei ein Indikator für Burnout.