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28.06.20 | Europa

Erneut landesweite Ausgehverbote in der Türkei

Die Fahne der Türkei im Wind. (Foto: Pixabay)

Wegen Aufnahmeprüfungen an den Unis und als Massnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus hat die Türkei am Sonntag den zweiten Tag in Folge in allen 81 Provinzen zeitlich begrenzte Ausgangssperren verhängt. Das neunstündige Ausgehverbot begann um 9.30 Uhr (Ortszeit - 8.30 Uhr MESZ). Mit der Massnahme sollen nach Angaben des Innenministeriums Menschenmengen etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln vermieden und damit das Ansteckungsrisiko für Millionen Prüflinge minimiert werden.

Landesweit sind nach Medienberichten rund 2,4 Millionen Schüler für die Aufnahmeprüfungen an den Universitäten registriert. Die Prüflinge und ihre Familien sind von dem Ausgehverbot ausgenommen. Bereits am Samstag galt wegen der Prüfungen eine begrenzte Ausgangssperre.

Supermärkte und Bäcker bleiben auf Anweisung des Innenministeriums geöffnet. Die Einwohner dürfen demnach in dem Laden einkaufen, der ihrem Wohnsitz am nächsten liegt.

Die Türkei hatte zahlreiche Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie erlassen, wie etwa Ausgangssperren und Reisebeschränkungen. Am 1. Juni hatte Ankara zahlreiche Corona-Restriktionen wieder gelockert. So wurden Reisebeschränkungen zwischen Städten aufgehoben; Cafés, Restaurants und Sportanlagen sind unter Auflagen wieder geöffnet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg daraufhin wieder an. Dennoch sind ab 1. Juli weitere Lockerungen geplant. So sollen etwa Hochzeitssäle, Theater und Kinos unter Auflagen wieder öffnen.

Bisher hat die Türkei rund 196 000 Coronavirus-Fälle und 5082 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Rund 169 000 Infizierte sind nach offiziellen Angaben wieder gesund.