Jetzt läuft

-

Für dich on air

Verkehrsmeldungen
Jederzeit unter 00423 390 13 13

Studio
zurück
14.11.19 | Sport

Ex-Langläufer Dürr drohen fünf Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat den ehemaligen Langläufer Johannes Dürr unter anderem wegen gewerbsmässigen schweren Sportbetrugs angeklagt. Dem Niederösterreicher drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Dürr wird laut der Staatsanwaltschaft neben Betrug durch Eigendoping zur Last gelegt, zum Doping anderer Sportler beigetragen zu haben. Er soll Wachstumshormone vom deutschen Sportmediziner Mark S. an andere Sportler weitergegeben und andere Sportler "zum Zwecke des Eigenblutdopings an den deutschen Mediziner vermittelt" haben. Dadurch habe er nicht nur mehrere Vergehen nach dem Antidopingbundesgesetz zu verantworten, sondern auch zum Sportbetrug durch die gedopten Sportler beigetragen, hiess es.

Dürr hatte mit seinen Aussagen die Ermittlungen angestossen, die zur "Operation Aderlass" bei den nordischen Weltmeisterschaften im Februar in Seefeld führten. Der heute 32-Jährige war erstmals bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 als Dopingsünder überführt worden. In einem Interview mit der ARD gab er wenige Tage nach der Razzia in Seefeld zu, dass er auch während seiner Sperre weiter gedopt habe. Von der österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission wurde er kürzlich lebenslang gesperrt.