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02.07.20 | Liechtenstein

Flixbus hält wohl doch nicht in Vaduz

(Foto: Philipp Schädler)

Flixbus darf Vaduz jetzt doch nicht anfahren, heisst es beim deutschen Fernbusunternehmen. Die Schweizer Behörden haben gkeine Genehmigung erteilt. Das Haltestellen-Schild steht schon seit längerem bereit auf dem Parkplatz beim Rheinpark Stadion. Geplant wäre gewesen, dass Flixbus auf der Linie München–Mailand einen Halt einlegt.

Zwar möchte man bei Flixbus Liechtenstein weiterhin in das Streckennetz aufnehmen, wie das «LIechtensteiner Volksblatt» berichtet. Es scheitert demnach an anderen Stellen: Die Schweizer Behörden hätten dem Busunternehmen nur einen Grenzübertritt über das Zollamt Hohenems–Diepoldsau genehmigt. «Diese Entscheidung macht es uns bis auf weiteres operativ unmöglich, Vaduz anzufahren», so Flixbus-Mediensprecher Sebastian Meyer. Eine nähere Begründung gab er keine. Gut möglich, dass das Unternehmen gleichzeitig mit Vaduz auch die Haltestelle in Feldkirch wieder aktivieren wollte. Dann wäre ein Grenzübertritt bei Hohenems ein Umweg – mit entsprechendem Zeitverlust für die Passagiere.

Darauf weist auch die bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) beantragte Routenänderung hin, wonach Flixbus die Grenze via Feldkirch/Schaanwald passieren hätte wollen. Dieser Antrag wurde mit Verweis auf beschränkte Kapazitäten bei der EZV jedoch abgewiesen.

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Verkehr werden in der Schweiz Grenzübergänge festgelegt, an denen Linienbusse offiziell zugelassen sind. An der österreichisch-schweizerischen Grenze ist das neben St. Margrethen-Höchst und Au-Lustenau eben Diepoldsau-Hohenems.

«Wenn neben den drei erwähnten zugelassenen Grenzübergängen neu auch noch Schaanwald von Fernbuslinien benutzt werden kann, bindet dies bei der EZV zusätzliche Ressourcen, welche für diese Zwecke nicht vorhanden sind», heisst es auf «Volksblatt»-Anfrage. Wie Mediensprecher Matthias Simmen weiter erklärt, erfordert die Kontrolle von Bussen eine entsprechende Infrastruktur. Diese könne nicht an allen Zollstellen sichergestellt werden, da sie gewissen Sicherheitsansprüchen genügen müsse, etwa im Hinblick auf die Verkehrssicherheit.