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04.12.22 | Schweiz

Gefahr für Gewässer mit hohem Phosphor-Gehalt

Südende des Sees mit Blick Richtung Zürcher Oberland (Wikipedia)

Ein anhaltender Mangel an Fällmitteln bedroht Schweizer Gewässer. Als erste Massnahme prüft der Bund, ob einzelne Abwassereinigungsanlagen deren Einsatz reduzieren können, ohne die Gewässerschutzverordnung zu verletzen.
Besonders gefährdet sind Gewässer, die heute schon einen zu hohen Phosphor-Gehalt aufweisen, wie etwa der Greifensee, Baldeggersee und Murtensee, teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Es bestätigte damit einen Bericht der "NZZ am Sonntag". 
Sollte sich die Fällmittel-Knappheit weiter zuspitzen, könnten laut Bafu grosse Teile dieser Seen für Fische und andere Tiere unbewohnbar werden.
Mit den sogenannten Fällmitteln binden die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) Phosphor aus dem Abwasser, um den Sauerstoffgehalt der Gewässer stabil zu halten und dafür zu sorgen, dass sie für Fische und andere Tiere eine Lebensgrundlage bilden.
Wie aus einer Umfrage des Verbandes der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) hervorging, haben aber zahlreiche Abwassereinigungsanlagen seit Monaten Probleme, die benötigte Menge Fällmittel zu bekommen. Konkret könne bei rund 35 Prozent der bestellten Menge nur ein Teil geliefert werden; vereinzelt komme es zu kurzfristigen Lieferstopps.