Jetzt läuft

-

Für dich on air

Verkehrsmeldungen
Jederzeit unter 00423 390 13 13

Studio
zurück
22.09.21 | Ostschweiz

Hasskriminalität soll sichtbarer werden

St. Galler Kantonsparlament. (Quelle: Keystone)

Im Kanton St. Gallen werden künftig Delikte, die zur Hasskriminalität gerechnet werden, statistisch gesondert erfasst. Dies hat der St. Galler Kantonsrat am Mittwoch beschlossen. Dabei geht es um sexistische oder ausländerfeindliche Straftaten oder solche, die sich gegen Minderheiten richten.

Mit dem Begriff der Hasskriminalität ("hate crime") seien Straftaten gemeint, bei denen ein Opfer vom Täter bewusst nach dem Kriterium der vermuteten Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Gruppe ausgewählt werde, heisst es im Vorstoss von Franziska Steiner-Kaufmann (CVP).

Darunter fallen beispielsweise sexistisch oder ausländerfeindlich motivierte Straftaten, aber auch Delikte gegen Mitglieder anderer gesellschaftlicher Gruppen oder Minderheiten wie Obdachlose, Behinderte oder Schwule, Lesben und Transgender (LGBTIQ+).

Der Kanton St.Gallen erfasse in der jährlichen Kriminalstatistik alle möglichen Straftaten. Offizielle Statistiken zur Hasskriminalität fehlten aber. Es müsse davon ausgegangen werden, dass nur wenige Fälle überhaupt angezeigt würden.