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17.05.22 | Ostschweiz

Lieferprobleme belasten Ostschweizer Firmen

Ostschweizer Wirtschaft (Foto: ZVG)

Aktuell wird die Situation der Ostschweizer Wirtschaft noch als "gut bis sehr gut" beurteilt. Laut Konjunkturboard bereiten aber zunehmend stockende Lieferketten und steigende Preise Sorgen. Zudem gibt es einen Mangel an Arbeitskräften.

Ein Grossteil der Unternehmen schätze die aktuelle Lage "als gut bis sehr gut" ein. Dies gelte vor allem für die Sektoren, die sich am Binnenmarkt orientierten, heisst es der Mitteilung vom Dienstag zum neuen Konjunkturboard Ostschweiz, der von der IHK St. Gallen/Appenzell, der IHK Thurgau, der St. Galler Kantonalbank und dem Kanton St. Gallen herausgegeben wird.

Unter anderem habe sich der Detailhandel auf hohem Niveau stabilisiert. Nun drücke aber der Krieg in der Ukraine und die sinkende Kaufkraft auf die Stimmung. In der Baubranche beklagten sich knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen über einen Mangel an Materialien und Vorprodukten.

Lieferprobleme wegen China

Im Gegensatz zur Binnenwirtschaft habe sich die Stimmung in der Industrie "bereits merklich eingetrübt". Themen seien die schwierige Beschaffung von Halbfabrikaten und Rohstoffen, sowie die Preissteigerungen. Die Lieferprobleme dürften sich in der Ostschweiz noch weit ins Jahr hineinziehen, heisst es in der Mitteilung. Als Grund wird die "aktuelle Corona-Nulltoleranzpolitik in China" genannt.

Die steigenden Energiepreise wirkten sich vor allem bei den Vorprodukten aus. Wegen des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen sei dort nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Entscheidend sei der Grad der Verflechtung mit der EU: Die eng mit der Ostschweiz verzahnte süddeutsche Industrie sei deshalb ein wichtiger Faktor.

Neben Preissteigerungen und Lieferschwierigkeiten mache auch der Mangel an Arbeitskräften den Unternehmen zu schaffen. Der Anteil der Betriebe, die einen Mangel an Arbeitskräften beklagten, sei noch nie so hoch gewesen, heisst es im Konjunkturbarometer. Im Unterschied zu früher handle es nicht mehr nur um einen Fachkräftemangel, sondern um einen Arbeitskräftemangel insgesamt.