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31.10.19 | Kanton St. Gallen

Neue Fälle von Hautinfektionen an Primarschule Engelwies

Symbolfoto für Bakterien. (Foto: Pixabay)

Reihenuntersuchung in Schule wegen Hautinfektionen angeordnet

Seit mehreren Monaten treten im Schulhaus Engelwies in St.Gallen wiederholt Hautinfektionen mit teilweise antibiotikaresistenten Keimen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen auf. Diese Infektionen können bei Immunschwäche zu Komplikationen führen. Noch ist unklar, wo und weshalb sich die Betroffenen mit dem Bakterium angesteckt haben. Deshalb unternimmt der Kanton zusammen mit der Stadt nun eine Reihenuntersuchung der gesamten Schüler- und Lehrerschaft der Schulhäuser Engelwies.

Im vergangenen Jahr behandelte das Ostschweizer Kinderspital St.Gallen mehrere Schülerinnen und Schüler mit Hautinfektionen (vorwiegend eitrige Pusteln). Eine genauere Untersuchung der Fälle hat ergeben, dass es sich beim Erreger um das MRSA-Bakterium handelt. Dieses Bakterium ist gegenüber einigen Antibiotika resistent, was die Behandlung erschwert. Es verbreitet sich zudem meist an Orten, wo sich viele Menschen gleichzeitig aufhalten.

Fachleute haben seither per Hautabstrich entnommene Bakterien untersucht. Die Resultate belegen, dass die einzelnen Krankheitsfälle zusammenhängen. Die Infektion ist in den letzten Monaten denn auch häufig bei Schülerinnen und Schülern beziehungsweise Benutzerinnen und Benutzern der Infrastruktur im Schulhaus Engelwies aufgetreten. Seit Beginn der Beobachtungszeit wurden Infektionsfälle bei 25 Schülerinnen und Schülern sowie bei zwei Lehrpersonen festgestellt. Um weitere Infektionsfälle zu vermeiden, wurden in einem ersten Schritt deshalb Massnahmen wie die Händehygiene in den Schulhäusern und Kindergärten Engelwies intensiviert.