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18.05.22 | Liechtenstein

Oberster Gerichtshof feiert 100 jähriges Bestehen

Hubertus Schumacher. (Quelle: Dietmar Dworschak)

Heute feiert der Fürstliche Oberste Gerichtshof sein 100-jähriges Bestehen. Mit der Einführung eines obersten Gerichts in Liechtenstein hat das Land einen entscheidenden Schritt getätigt. Das erklärt Hubertus Schumacher, Präsident des Fürstlichen Obersten Gerichtshofs, auf Anfrage von Radio Liechtenstein. "Es ist eine Situation, die Souveränität des Fürstentums Liechtenstein unterstreicht. Der Oberste Gerichtshof gehört natürlich in den Staat, dessen Oberster Gerichtshof er ist." Die Situation von 1817 bis 1921 sei ein internationales Unikum gewesen, dass das höchste Gericht eines souveränen Staates im Territorium eines anderen souveränen Staates sich befunden hat.

Liechtenstein soll sich einen Ausbau der gerichtlichen Möglichkeiten überlegen, so Schumacher weiter. "Die Frage ist, ob es für ausländische Parteien, die in Liechtenstein einen Prozess führen oder auch vor der Frage stehen, ob sie den Prozess in Liechtenstein führen wollen, könnte es ein Anreiz sein nach Liechtenstein zu kommen, wenn es zum Beispiel so etwas wie ein Wirtschaftsgericht gäbe. Das in der Lage wäre auch in englisch zu verhandeln und zu entscheiden." Das wäre auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant, so Schumacher.

Bedeutender Schritt zur Souveränität Liechtensteins   |  18.05.2022, 12:40