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09.10.19 | Welt

Schüsse auf Synagoge und Dönerladen

Der Täter gesteht die Tat. (Foto: Keystone-SDA)

Nach den tödlichen Schüssen mit zwei Toten in Halle im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt ist eine Person festgenommen worden. Die Polizei forderte die Einwohner am Mittwoch dennoch auf, weiterhin wachsam zu bleiben. Der Bürgermeister sprach von einer "Amoklage".

In Halle waren zuvor zwei Menschen auf offener Strasse erschossen worden. Die Hintergründe waren weiterhin unklar.

Die Polizei sprach zunächst von mehreren mutmasslichen Tätern, die mit einem Auto flüchteten. Nach ersten Erkenntnissen fielen im Paulusviertel in Halle gegen 12 Uhr mehrere Schüsse. Das Viertel liegt nördlich der Innenstadt. Die Einsatzkräfte seien "mit starken Kräften" im Stadtgebiet unterwegs, twitterte die Polizeiinspektion.

Ein Zeuge berichtet im Fernsehsender n-tv, dass ein mit Sturmmaske und Helm bekleideter Mann mit einem Sturmgewehr in ein Dönerrestaurant geschossen habe. Zuvor habe der Angreifer eine Art Sprengsatz geworfen, der aber an der Fassade abgeprallt und explodiert sei. In dem Dönerimbiss hätten sich insgesamt fünf bis sechs Gäste aufgehalten, sagte der Zeuge. Er selbst habe sich in der Toilette versteckt.

In welche Richtung die mutmasslichen Täter flüchteten, war noch unbekannt. Die Polizei forderte die Menschen in Halle auf, in ihren Wohnungen zu bleiben oder sichere Orte aufzusuchen. Der Hauptbahnhof wurde wegen des Einsatzes gesperrt, wie die Bahn mitteilte.

Das Lagezentrum der Landesregierung warnte kurz darauf vor einem "Schusswaffengebrauch im Bereich Landsberg" östlich von Halle. Anwohner wurden ebenfalls aufgefordert, Gebäude und Wohnungen nicht zu verlassen.