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23.01.21 | Ostschweiz

Sechs Jahre für Bank- und Tankstellenräuber

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Ein 27-jähriger Schweizer hat in der Ostschweiz neun Banken und Tankstellenshops überfallen und dabei knapp 830'000 Franken erbeutet.

Das Kreisgericht Rorschach verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Raubzüge habe er aus Geldnot begangen, erklärte der 27-Jährige.

Teure Autos, Probleme mit Leasingfirmen, ausstehende Mieten und ein zu hoher Lebensstandard kumulierten sich zu einem stetig wachsenden Schuldenberg.

Den einzigen Ausweg sah er in den Überfällen.

Das Geld gab er schnell wieder aus, danach begannen die Probleme immer wieder.

Mehrmals musste er Bussen bezahlen, um einer Ersatzhaftstrafe zu entgehen.

Seine Lösung: Zuerst überfiel er eine Bankfiliale in Bischofszell, wechselte danach die Kleider im Auto und suchte kurz darauf am gleichen Ort den Polizeiposten auf, um seine Bussen aus der Beute bar zu begleichen.

Obwohl er insgesamt knapp 830'000 Franken ergaunerte, besass er am Ende fast nichts mehr.

Ohne Wohnung, fast alle Besitztümer ausser einigen Kleidern verkauft, blieb ihm nur noch sein Auto, in dem er auch schlief.

Die Verhaftung sei das Beste, was ihm habe passieren können, sagte er vor Gericht.