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18.05.22 | Liechtenstein

Rekord bei Staatsfinanzen im ersten Pandemiejahr

Schloss Vaduz (Foto: Unsplash/Henrique Ferreira)

Im Jahr 2020 betrug der öffentliche Überschuss (positiver Finanzierungssaldo) in Liechtenstein 7.8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 445.5 Millionen Franken und war damit der höchste Überschuss seit Beginn der Aufzeichnungen in der Finanzstatistik im Jahr 2011. Die konsolidierten Staatsausgaben stiegen im Vergleich zu 2019 um 8.8 Prozent bzw. 122.6 Millionen Franken und die konsolidierten Staatseinnahmen erhöhten sich um 19.8 Prozent bzw. 323.7 Millionen Franken, wie aus den Zahlen des Amts für Statistik hervorgeht. 

Der liechtensteinische Staat milderte 2020 die wirtschaftlichen Folgen der Wirtschaftskrise im Zuge der Covid-19-Pandemie durch verschiedene Hilfsprogramme, was zum deutlichen Anstieg der Staatsausgaben führte. Gleichzeitig konnten bei den Staatseinnahmen ausserordentlich hohe Steuereinnahmen verbucht werden. Ein einmaliger Steueranfall von rund 300 Millionen Franken bei den Ertragssteuern trug massgeblich zum Anstieg der Staatseinnahmen bei. Die Staatsquote (Staatsausgaben in Relation zum BIP) erhöhte sich infolge der Corona-Krise von 21.8 Prozent im Jahr 2019 auf 26.3 Prozent im 2020.