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22.02.21 | Liechtenstein

Vaduz möchte noch nachhaltiger werden

Regierungsgebäude in Vaduz. (Foto: N. Saccone)

Vaduz ist Energiestadt und seit vergangenem Oktober Liechtensteins erste Fair-Trade-Town. Vaduz befasst sich schon länger mit dem Thema Nachhaltigkeit und dessen Bedeutung für das tägliche Handeln in der Gemeinde. Daher haben zahlreiche Projekte bereits heute einen nachhaltigen Grundgedanken, beispielsweise das Projekt „Vadoz summt“, das einen aktiven Beitrag zur Förderung der Biodiversität leistet. Die heutige punktuelle Nachhaltigkeit soll nun in einen grösseren Zusammenhang gestellt werden, um eine nachhaltige Entwicklung aller Themen und Lebensbereiche möglich zu machen, heisst es in einer Mitteilung aus dem Vaduzer Rathaus.

Der Gemeinderat möchte die globalen Herausforderungen strategisch angehen und hat sich der UNO-Agenda 2030 verschrieben. Die darin festgehaltenen Nachhaltigkeitsziele, zu deren Umsetzung sich Liechtenstein verpflichtet hat, geben den Rahmen vor. Es sind 17 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“, kurz SDGs genannt, welche die Vision einer nachhaltigen Gemeinde aufzeigen und sowohl ökologische als auch soziale und wirtschaftliche Ziele umfassen.


Vom Workshop zur Strategie
Die Projektgruppe, bestehend aus dem Bürgermeister, Mitgliedern des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung und dem Zentrum für Gemeinden der Ostschweizer Fachhochschule (OST), hat einen Prozess aufgesetzt, an dessen Ende eine Nachhaltigkeitsstrategie steht, die künftig Handlungs- und Bezugsrahmen für die verschiedenen Aktivitäten und Entscheidungen in Vaduz bilden wird.

Der Gemeinderat möchte vor allem ein gemeinsames Verständnis für Nachhaltigkeit auf Gemeindeebene entwickeln und ist deshalb auf die Unterstützung und Mithilfe der Einwohnerinnen und Einwohner sowie auf die lokalen Wirtschaftstreibenden angewiesen. In insgesamt vier Workshops werden Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Ideen und Anregungen einbringen können.

Anschliessend werden diese Inputs zusammengefasst, um in die Nachhaltigkeitsstrategie «Vaduz 2030» einzufliessen. Ziel ist es, ein Instrumentarium zu entwickeln, welches künftig klärt, wer in der Gemeinde für was verantwortlich und zuständig ist, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Ganz egal, um welches Thema es sich handelt, immer sollen auch die richtigen Fragen bezüglich Nachhaltigkeit gestellt und die Antworten kritisch hinterfragt werden.