Berlin: 6,5 Mlliarden Euro für 5G


Deutschland hat mit der Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen über 6,5 Milliarden Euro eingesammelt. Am Mittwoch endete die 5G-Auktion nach 52 Tagen und 497 einzelnen Bieterrunden, wie die deutsche Bundesnetzagentur mitteilte.

Letztlich gaben die vier Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland und Drillisch deutlich mehr aus als erwartet. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer erklärte, durch die Auflagen bei der Auktion werde der Grundstein für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung gelegt.

Versteigert wurden insgesamt 420 Megahertz an Frequenzen. Jeweils 130 Megahertz erwarben die Deutsche Telekom für knapp 2,2 Milliarden Euro und Vodafone für 1,9 Milliarden Euro. Die United-Internet-Tochter Drillisch, die erstmals bei einer Versteigerung teilgenommen hatte, legte für 70 Megahertz knapp 1,1 Milliarden Euro auf den Tisch. Telefonica Deutschland, bekannt unter dem Markennamen "O2", ersteigerte 90 Megahertz für 1,4 Milliarden Euro.

Analysten hatten mit einem Endergebnis zwischen drei und fünf Milliarden Euro gerechnet. Die Deutsche Telekom kritisierte die nun erreichte Höhe. Die Auktion hinterlasse einen bitteren Nachgeschmack, sagte ein Sprecher. In anderen Ländern sei deutlich weniger geboten worden. Das Geld für den Erwerb der Frequenzen fehle den Netzbetreibern nun beim Netzaufbau.