(Bild: Keystone sda)

Tennis: Federer im Finale


Roger Federer steht nach einem 7:6 (7:3), 1:6, 6:3, 6:4-Sieg in einem in der Endphase packenden Halbfinal gegen seinen Erzrivalen Rafael Nadal zum 12. Mal im Final von Wimbledon.

"Es ist die Partie, von der wir geträumt haben." Die BBC-Moderatorin Sue Barker sprach zur Eröffnung der Live-Sendung vom Halbfinal-Tag der Männer das aus, was die Tennis-Fans weltweit und die Zuschauer in Wimbledon seit zwei Wochen gehofft hatten. Federer gegen Nadal, das 40. Aufeinandertreffen der beiden erfolgreichsten Spieler der Geschichte, das erste seit elf Jahren in Wimbledon, nachdem sich die zwei 2006 bis 2008 drei packende Finals in Folge geboten hatten.

Auch das vierte Duell der beiden auf dem berühmtesten Court der Welt bot über weite Strecken Tennis der Extraklasse, wobei sich Federers Offensivkunst gegen diejenige Nadals in der Defensive durchsetzte. Das Beste hatten sich die beiden für das Ende der gut drei Stunden dauernden Partie aufgespart. Nadal lag im vierten Satz 3:5 zurück, als er bei eigenem Aufschlag die ersten zwei Matchbälle Federers abwehrte.

Dramatisch wurde es im letzten Aufschlagsspiel des Schweizers, der auch die Matchbälle 3 und 4 nicht zu nutzen vermochte und zwischenzeitlich, nach einem missglückten Smash, gar einen Breakball zum 5:5 abzuwehren hatte. Nadal vergab mit einem Rückhandfehler ins Netz die Chance, in die Partie zurückzukehren. Ein weiterer Rückhandfehler der Weltnummer 2 beendete nach 3:02 Stunden die Partie. Am Sonntag um 15.00 Uhr Schweizer Zeit spielt der Rekordsieger gegen den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Novak Djokovic um seinen neunten Titel im All England Club.