Vaduz: Grossauftrag für Liechtensteiner Start-Up


Globalmatix mit Sitz in Vaduz konnte einen ersten Grosskunden für sich gewinnen. In den kommenden Jahren sollen mehr als 200 000 Fahrzeuge eines deutschen Automobilherstellers mit dem Telematik- und Diagnose-Gerät des Liechtensteiner Start-ups ausgerüstet werden. Der Kunde wird zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) im Herbst in Frankfurt mit seinem neuen Telematikprodukt für markengemischte Flotten als erster Grossanwender der Globalmatix-Lösung in den Markt eintreten. Für Globalmatix, das Ende 2017 von Alois Widmann gegründet und wenig später von der deutschen Softing AG übernommen wurde, ist der Vertragsabschluss der Durchbruch und sorgt für einen enormen Wachstumsschub. „Der Auftrag hat ein Volumen in Höhe einer achtstelligen Summe“, sagt Widmann. Personell wird Globalmatix in den kommenden Monaten kräftig aufstocken: Die heute zehn Mitarbeitenden werden in zwei Stufen insgesamt rund 40 neue Kolleginnen und Kollegen bekommen.

Durch den ersten Grossauftrag rechnet Globalmatix mit einer positiven Signalwirkung für eine Reihe weiterer potenzieller Kunden. Derzeit gibt es auf der Welt rund 1,3 Milliarden Autos, die mit der Lösung von Globalmatix smart gemacht werden könnten. Anwendungsbeispiele sind etwa Zugriffe in Echtzeit auf Diagnosedaten in Fahrzeugen, Flotten-Management für Grossbetriebe und Leasing-Gesellschaften, Diebstahlüberwachung, Geo-Standortdaten, Car-Sharing sowie Fahrprofile in Liefer- und Service-Fahrzeugen. Hersteller schwerer LKW können ihren Kunden mit den künftig angebotenen Diensten neue Geschäftsmodelle wie Pay-per-Use anbieten.

Das Liechtensteiner Jungunternehmen ist mit der Gründung der Globalmatix Inc. bereits auch auf dem nordamerikanischen Markt präsent. Nachdem die Telematik- und Diagnose-Box von der amerikanischen Federal Communications Commission zertifiziert worden ist, konnten erste Pilotinstallationen mit weiteren Automobilherstellern gestartet werden.