Bodensee-Schienenverkehr ist Thema in Berlin, © ÖBB/Harald Eisenberger
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Bodensee-Schienenverkehr ist Thema in Berlin

Die Regierungschefs der Bodensee-Anrainerregionen tagen morgen in Berlin und werden mit Stakeholdern und Experten über wichtige grenzüberschreitende Zukunftsthemen beraten.

27.06.2024

Deutschland und die Schweiz sind wichtige Partner, wenn es darum geht, den Schienenverkehr in der Region zukunftsfähig weiter zu entwickeln. Insbesondere der Ausbau der Verkehrsachse Zürich – Bregenz – München und eine leistungsfähige Infrastruktur im Grenzraum sind für die internationale Erreichbarkeit, aber auch für die tägliche Mobilität im dynamischen und dicht besiedelten Wirtschafts- und Lebensraum rund um den Bodensee von hoher Bedeutung. Im Mittelpunkt des Treffens in Berlin steht ein Austausch der Regierungschefs mit dem deutschen Bundesministerium für Digitales und Verkehr über grenzüberschreitende Schienenpersonenverkehr im Bodenseeraum, in dem die Vertreter der Regionen gegenüber den Verantwortlichen auf deutscher Bundesebene auf dessen Bedeutung hinweisen werden.

Die IBK stellt in diesem Rahmen ihr Zielbild „BODANRAIL 2045“ vor, in dem die strategischen Ziele der Bodenseeregion für den Personenverkehr mit der Bahn festgehalten sind. In jedem Fall soll der öffentliche Schienenverkehr für die Fahrgäste attraktiver werden, mit kürzeren Reisezeiten, mehr Direktverbindungen, hoher Zuverlässigkeit und besser abgestimmten Anschlüssen. Für die Umsetzung sind auch Infrastrukturmassnahmen nötig, die in der Verantwortung der jeweiligen Bundesministerien und Infrastrukturunternehmen liegen. „Solche grenzüberschreitenden Planungen brauchen enge Abstimmungen zwischen allen Akteuren. Das ist oft aufwändig, zahlt sich aber langfristig aus“, betonte Landeshauptmann Wallner: „Der Schienenverkehr hört bekanntlich nicht an der Grenze auf. Deshalb muss er auch grenzüberschreitend gedacht und umgesetzt werden.“ Für eine Intensivierung der Zusammenarbeit werde sich die IBK in Berlin einsetzen.

Die Liste der TeilnehmerInnen ist hochkarätig besetzt. Die Regierungen Liechtensteins, Deutschlands und der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich sind bei den Arbeitsgesprächen vertreten. Vertreter der Deutschen Bahn werden ebenfalls teilnehmen, wie die Landespressestelle Vorarlberg heute mitteilt.