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Die LLB-Gruppe steigert Gewinn deutlich

Im Geschäftsjahr 2023 hat die LLB-Gruppe ihren Gewinn mit 164,7 Millionen Franken erneut gesteigert. Es ist damit das beste Jahresergebnis seit mehr als zehn Jahren.

26.02.2024

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Das Geschäftsvolumen konnte zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte über die Marke von 100 Milliarden Franken angehoben werden. Trotz erheblicher strategischer Investitionen hat sich die Profitabilität weiter verbessert.

◆ Das Konzernergebnis übertraf mit 164,7 Millionen Franken (+10,2 Prozent) den Vorjahreswert deutlich.
◆ Das Geschäftsvolumen überstieg erneut die 100-Milliarden-Franken-Marke.
◆ Die Cost-Income-Ratio liegt mit 64,3 Prozent weiter unter der selbstgesteckten Maximalmarke von 65,0 Prozent.
◆ Die Kundenausleihungen stiegen auf 15,3 Milliarden Franken. Die Net New Loans betrugen 953,9 Millionen Franken (+6,6 Prozent).
◆ Der Netto-Neugeld-Zufluss belief sich auf 1,4 Milliarden Franken (+1,6 Prozent).
◆ Die Tier-1-Ratio beträgt 19,8 Prozent.
◆ Drei Verwaltungsratsmitglieder stellen sich der Generalversammlung zur Wiederwahl.
◆ Die Dividende soll erneut erhöht werden von 2.50 Franken auf 2.70 Franken

"Die LLB-Gruppe hat auch im vergangenen Geschäftsjahr ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Das zeigt einmal mehr, dass sich unsere strategischen Entscheidungen auszahlen. Ich danke allen Mitarbeitenden für ihren leidenschaftlichen Einsatz. Sie sind das Fundament unseres Erfolgs", kommentiert Georg Wohlwend, Verwaltungsratspräsident der LLB-Gruppe, das sehr gute Resultat.

Geschäftsvolumen über 100 Milliarden Franken

Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte die LLB-Gruppe ihre Wachstumsdynamik beibehalten. Dies zeigt sich besonders im Kreditgeschäft. Die Bankengruppe verzeichnete Net New Loans von knapp 1 Milliarde Franken, was einer Wachstumsrate von 6,6 Prozent entspricht. Dank einer unverändert risikobewussten Kreditpolitik ist die Qualität des Hypothekarportfolios hoch. Die Kredite sind zu rund 90 Prozent hypothekarisch gedeckt. Der durchschnittliche Belehnwert liegt stabil bei rund 50 Prozent.

Zudem konnte die LLB-Gruppe Netto-Neugeld im Umfang von 1,4 Milliarden Franken anziehen. Erfreuliche Zuwächse wurden im Private Banking, im Firmenkundengeschäft sowie im Geschäft mit institutionellen Kunden verzeichnet. Demgegenüber standen Abflüsse im Depotbank- und Immobilienfondsgeschäft. Die Kundenvermögen erreichten Ende des Geschäftsjahres 2023 ein Volumen von 86,9 Milliarden Franken (31.12.2022: 83,9 Milliarden Franken). Dank des Wachstums bei den Kundenausleihungen, der Neugeld-Zuflüsse und der positiven Marktperformance erhöhte sich das Geschäftsvolumen erneut über die 100-Milliarden-Franken-Marke und lag per 31. Dezember 2023 bei 102.2 Milliarden (31.12.2022: 98,4 Milliarden).

LLB-Gruppe steigert Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag nahm im vergangenen Geschäftsjahr um 7,7 Prozent auf 541,8 Millionen Franken (2022: 503.2 Millionen) zu. Dies zeigt sich zum einen im Zinserfolg, vor allem aber im Handelserfolg. Das Zinsgeschäft verbesserte sich insgesamt um 8,0 Prozent auf 164,4 Millionen. Der Zinsertrag nahm stark auf 458,4 Millionen Franken zu. Die LLB hat seit Ende der Negativzinsära der Schweizerischen Nationalbank sukzessive die Zinsen erhöht. Damit profitieren auch die Kunden von der positiven Zinsentwicklung, was sich im gesteigerten Zinsaufwand von 228,4 Prozent auf 294 Millionen Franken widerspiegelt.

Durch aktives Management des Überhangs an Kundengeldern in Fremdwährungen in der Bilanz – vor allem in Euro und US-Dollar – erhöhte sich der Ertrag im Handelsgeschäft um 27,2 Prozent auf 173.2 Millionen Franken. "Durch die Zinswende hat sich das Marktumfeld für uns nachhaltig verbessert. Zudem können wir unseren Kunden dadurch wieder attraktiv verzinste Anlagemöglichkeiten in Festgelder und Spareinlagen bieten", sagt Group CFO Christoph Reich zum neuen Zinsumfeld.
Demgegenüber verringerte sich der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 5,2 Prozent auf 200 Millionen Franken. Dies vor allem aufgrund der im Vergleich zur Vorjahresperiode tieferen durchschnittlichen Depotvolumen, der geringeren Handelsaktivität sowie durch gesunkene Erträge im Immobiliengeschäft in Österreich. 

Hohe Kosteneffizienz trotz Investitionen in die Zukunft

Der Geschäftsaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 mit 348,4 Millionen Franken (2022: 328,2 Millionen) erwartungsgemäss um 6,1 Prozent erhöht. Dies ist insbesondere auf den gestiegenen Personalaufwand zurückzuführen. Die LLB-Gruppe hat im vergangenen Jahr strategiekonform rund 100 Stellen geschaffen, mit besonderem Fokus im Bereich der digitalen Transformation sowie an der Kundenfront. Zudem wurden die Löhne inflationsbedingt angepasst. Auch der Sachaufwand erhöhte sich aufgrund weiterer Investitionen im Zuge der neuen Strategie. Er fiel mit 99,9 Millionen Franken um 4,1 Prozent höher aus als in der Vorjahresperiode (2022: 96 Millionen).

Trotz der Investitionen in die Zukunft liegt die Cost-Income-Ratio bei erfreulichen 64,3 Prozent (2022: 64 Prozent). Darin spiegeln sich die höheren Erträge sowie die stetig steigende Effizienz der LLB-Gruppe wider.

Mit einer Tier-1-Ratio von 19,8 Prozent und einem Aa2-Rating von Moody's steht die LLB-Gruppe für höchste Sicherheit und Stabilität.

Attraktive Dividendenrendite

An der kommenden Generalversammlung vom 19. April 2024 beantragt der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe die Erhöhung der Dividende um 8 Prozent von 2.50 Franken auf 2.70 Franken. Die Dividendenrendite beläuft sich damit auf 4,1 Prozent. Davon profitieren nicht nur Investoren und private Aktionäre, sondern auch das Land Liechtenstein als Hauptaktionär mit 43,3 Millionen inklusive Steuern und Abgaben wurde dem Staat ein Beitrag von 45,2 Millionen Franken gutgeschrieben.

Wahlen an der Generalversammlung
An der Generalversammlung im April endet bei drei Mitgliedern des LLB-Verwaltungsrats die dreijährige Mandatsperiode. Neben Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend, der seit 2017 im Amt ist, wird sich auch Vizepräsident Richard Senti für eine weitere Periode zur Verfügung stellen. Thomas Russenberger, der wie Richard Senti bereits seit 2018 Mitglied des Verwaltungsrats ist, wird ebenfalls zur Wiederwahl antreten.

Ausblick

Die Umsetzung der Strategie ACT-26 verläuft bei allen drei strategischen Kernelementen – Wachstum, Effizienz und Nachhaltigkeit – planmässig. Um das Wachstum weiter voranzutreiben, eröffnete die LLB-Gruppe im Januar 2024 drei neue Standorte in Deutschland (München, Frankfurt, Düsseldorf). Im ersten Halbjahr 2024 werden in der Schweiz zwei neue Standorte dazukommen, in Zürich und St. Gallen. Group CEO Gabriel Brenna gibt daher auch einen positiven Ausblick: "Der Erfolg der vergangenen Jahre ist auf eine klare, zukunftsgerichtete Strategie und auf das hohe Engagement unserer Mitarbeitenden zurückzuführen. Wir sind zuversichtlich, dies auch in Zukunft fortsetzen zu können." Die LLB-Gruppe erwartet 2024 ein solides Geschäftsergebnis.

Wichtige Termine

Freitag, 19. April 2024, 32. ordentliche Generalversammlung

Montag, 26. August 2024, Veröffentlichung Halbjahresergebnis 2024

Wie die Liechtensteinische Landesbank AG in ihrer Mitteilung von heute schreibt. 

Den detaillierten Jahresabschluss der LLB finden Sie unter diesem LINK.