Dressurreiten: Leonie Guerra löst EM-Ticket, © ZVG
 ZVG
  • Sport

Dressurreiten: Leonie Guerra löst EM-Ticket

Liechtensteinerin mit guten Klassierungen

02.06.2024

Liechtensteins Dressurreiterin Léonie Guerra nahm am Wochenende mit ihrer Stute Galina am Reiterhof Stückler in St. Margarethen (A) teil. Die Ausbeute fiel gut aus, zumal Guerra mit Galina das U25-EM-Ticket gelöst hat. Das Paar sicherte sich auf U25-Level die Ränge zwei im Grand Prix und drei im «Intermediaire 2».

Nach ihrer Feuertaufe vor wenigen Wochen in Verolanuova (It) auf U25-Stufe stand die zehnjährige Stute Galina als jüngstes Pferd in Kärnten zum zweiten Mal auf Grand Prix Level im Einsatz. Die Stute meisterte den Sprung vom CDI1* Level auf die U25-Stufe, was einer massiven Steigerung des Schwierigkeitsgrades darstellt, bestens. Bereits am Freitag stand die «Intermediaire 2» auf dem Programm. Heftige Regenfälle erschwerten den Wettkampf, zumal die enormen Wassermengen nicht vom Sandboden der Turnierarena wichen und Wasserpfützen bildeten. «Der Boden war tief und morastig, was die Ausführung der schwersten Figuren stark erschwerte», beurteilte Léonie Guerra die Ausgangslage und ergänzte: «Ausserdem scheuten einige Pferde vor den grossen Wasserpfützen. Aufgrund der geringen Turniererfahrung wusste ich nicht, wie Galina auf diese Umstände reagieren würde. Doch sie kämpfte sich durch den Morast sowie Regen und lieferte eine solide Runde.» Es resultierte Rang drei.

Der zweite Wettkampf, der U25-Grand-Prix, wurde letztlich in eine andere Arena verlegt, welche den Wasserfluten besser stand hielt. Am Samstagabend unter Flutlicht meisterte das Duo den Wettkampf glänzend. Guerra zeigte Nervenstärke, verhalf Galina noch zu mehr Selbstvertrauen und lieferte eine fehlerlose Prüfung ab. «Diese Leistung hatte keiner von dieser noch so jungen Galina erwartet», freute sich Guerra. Die harmonische, ausdrucksstarke Darbietung trug den ausgezeichneten zweiten Rang ein.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Wallachs Dharkan (geboren 2010) war es eine grosse Herausforderung für die vier Jahre jüngere Galina, um ihn nahtlos zu ersetzen. Aufgrund des Talents der ehrgeizigen Stute und ihrer Beziehung zur Reiterin Léonie Guerra war es keine Aufgabe, welche die Stute elegant in ihrem lackschwarzen Fell überforderte. Die zwei Podestplätze sind ein Beleg der positiven Entwicklung. Auf eine Teilnahme mit der jüngeren Stute Beryll verzichtet Guerra aktuell, um sich wirklich auf die Feinabstimmung mit Galina zu konzentrieren. «Ich will ihr die volle Aufmerksamkeit schenken, um mich auf den schweren Grand-Prix-Level zu festigen», begründet Guerra diesen Entscheid. (eh)