Mehr Straftaten im Kanton St. Gallen , © ZVG/ Kantonspolizei St. Gallen
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Mehr Straftaten im Kanton St. Gallen

Im Jahr 2023 sind sieben Prozent mehr Taten erfasst worden als im Jahr davor.

25.03.2024

Beitrag zum Thema
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02:28

Ein hoher Anstieg musste einmal mehr bei den Cyberdelikten verzeichnet werden. Das geht aus der neuen Kriminalstatistik für 2023 hervor, die die Kantonspolizei St. Gallen veröffentlicht hat.

Insgesamt hat die Kantonspolizei 30'214 Delikte registriert.  Es wurden weniger schwere Gewaltdelikte und Sexualdelikte registriert, aber mehr Vermögensdelikte.

Die wichtigsten Erkenntnisse der polizeilichen Kriminalstatistik 2023:

Die Kriminalität ist 2023 gesamthaft um sieben Prozent auf Total 30'214 Delikte gestiegen.

Die Anzahl Delikte gegen das Strafgesetzbuch hat dabei um zwölf Prozent zugenommen.

Der Anstieg der Kriminalität betrifft sämtliche Regionen des Kantons St.Gallen.

Die Aufklärungsquote über sämtliche 30'214 Delikte liegt bei rund 57 Prozent und somit vier Prozent tiefer als im Vorjahr. Sämtliche statistisch erfassten vollendeten Tötungsdelikte des Jahres 2023 sind polizeilich gesehen geklärt.  

Während die schweren Gewaltdelikten (Tötungsdelikte, schwere Körperverletzungen (gleich wie Vorjahr), Vergewaltigungen) und die Sexualdelikte abgenommen haben, sind die Vermögensdelikte weiter im Vormarsch.

Die vollendeten und versuchten Tötungsdelikte sind mit 13 Fällen gleich geblieben wie im Jahr 2022.

Es mussten weniger Straftaten gegen Leib und Leben bearbeitet werden. Es ist eine Reduktion um sieben Prozent zu verzeichnen.

Die Sexualdelikte haben von 565 auf 414 um 27 Prozent markant abgenommen. 

Die Fälle von Gewalt und Drohungen gegen Beamte haben um 42 Prozent auf 233 zugenommen.

Einmal mehr sind die Cyberdelikte stark angestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2022 haben die Delikte um 16 Prozent auf 2'575 zugenommen. Der grösste Teil der Cyberdelikte umfasst die Cyber-Vermögenskriminalität (83 Prozent).

Die Zahl der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent gesunken, bei einer Gesamtzahl von 2'898 Fällen.