Sonnenwende für afrikanische Jugend in Armut, © Don Bosco Jugendhilfe Weltweit
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Sonnenwende für afrikanische Jugend in Armut

Subsahara-Afrika ist eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Erde. Gleichzeitig ist die Kraft der Sonne nirgendwo stärker.

11.03.2024

Die Salesianer Don Boscos mit ihrem auf Jugendförderung und technische Berufsbildung spezialisierten Auftrag verbinden tagtäglich soziales Elend mit technischem Fortschritt. Bruder Christof Baum (58) ist der Pionier dieser bereits länderübergreifenden Initiative und legt aktuell Zeugnis ab über Hintergründe und Werdegang dieser Erfolgsgeschichte.

Es lacht die Sonne vom Himmel, wenn Bruder Christof Baum frühmorgens in seine Berufsschule in Ashaiman eilt. Hier in der ghanaischen Hauptstadt Accra warten bereits seine lernhungrigen Berufsschüler, denen der gelernte Elektroingenieur aus Deutschland sein Fachwissen in Solartechnik weitergibt. Viele von ihnen lebten zuvor in prekären sozialen Verhältnissen und Armut. Die steigenden Nahrungsmittelpreise und eine generelle Perspektivenlosigkeit für junge Menschen, hatten ein dunkles Zukunftsbild für sie vorgezeichnet. Doch die persönliche Sonnenwende kam mit den Salesianern Don Boscos und ihrem Solarspezialisten Christof Baum: «Die Jugend ist das Zukunftskapital jeder Gesellschaft. Die Sonne ist unsere tägliche Begleiterin. Nachhaltige Fachkräftejobs für benachteiligte junge Menschen und die Nutzbarmachung der Sonnenkraft im Licht des Klimawandels potenzieren die Wirkung unserer Berufsausbildung auf vielen Ebenen. Zusätzlich wird leistbare und nachhaltige Energieversorgung geschaffen.»

Die Schweizer Hilfsorganisation Don Bosco Jugendhilfe Weltweit war Partnerin der ersten Stunde für dieses beispiellose Erfolgsprojekt: «Eine vergleichbare Hebelwirkung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit habe ich selten erlebt. Das Potential der benachteiligten Jugend wortwörtlich in positive Energie für die Gesellschaft umzusetzen und damit multiple Synergien zu schaffen erfüllt mich und unsere Gönner in Liechtenstein mit grosser Freude», so Markus Burri, Geschäftsleiter der Don Bosco Jugendhilfe Weltweit.

Was vor acht Jahren als Pilot-Initiative in Äthiopien startete, ist bereits zu einem länderübergreifenden Fachprogramm angewachsen, das am Puls der Zeit und in grosser Zahl Fachkräfte für die Installation und Wartung von PV-Solaranlagen in Entwicklungsländern ausbildet: Togo, Guinea, Äthiopien, Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste, Burundi, Kenia, Südsudan, Uganda, Nigeria und sogar Papua-Neuguinea sind neben Ghana Profiteure der hundertfach ausgebildeten Solartechniker und Solarlehrkräfte. Nach ihrer Fachausbildung ist die Nachfrage nach ihnen auf dem ersten Arbeitsmarkt gross. Viele wählen gleich direkt den Weg in die Selbständigkeit mit dem Start eines eigenen Solartechnikunternehmens.

Bruder Christof Baum und sein bereits fertig ausgebildeter Solartechnik-Schüler Dieudonné Monmou aus Guinea, welcher nun selbst als Solartechniklehrer in Ghana arbeitet, sind ab heute bis 14. März 2024 in Liechtenstein und der Schweiz. Zur Veranstaltung mit Präsentation des Solarprogramms durch Bruder Christof Baum in Vaduz sind alle herzlich eingeladen:

Datum: Dienstag 12. März 2024

Uhrzeit: 10:30 – 12:00 Uhr

Ort: LAK Haus St. Florin (Vereinsraum im Altersheim), St. Florinsgasse 16, FL-9490 Vaduz