Versorgung mit Blutprodukten 2023 mehrheitlich stabil, © Keystone/SDA
Über 260'000 Blutspenden in der Schweiz: Die Blutabnahme durch die Blutspende SRK.  Keystone/SDA
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Versorgung mit Blutprodukten 2023 mehrheitlich stabil

Die Anzahl Blutspenden ist leicht rückläufig. Gleichzeitig werden mehr Transplantationen verzeichnet.

27.02.2024

Die Versorgung mit Blutprodukten ist in der Schweiz 2023 trotz Schwankungen stabil geblieben. Die Zahl der Blutspenden war mit 0,6 Prozent leicht rückläufig. Die Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) verzeichnete einen neuen Rekord an Transplantationen.

Insgesamt gab es 328 Blutstammzellentransplantationen, wie die Organisation mitteilt. Das sind 14,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei stammten 199 Spenden von nicht verwandten Personen und 129 von Verwandten. Die Spenden von nicht Verwandten kamen praktisch alle aus dem Ausland.

Im Gegenzug gab es in der Schweiz 81 Blutstammzellenspenden für nicht verwandte Empfänger. Das sind acht weniger als im Vorjahr. Im Register für Blutstammzellenspenden standen bei Jahresende 183'000 Personen. Der Anstieg um 5000 potenzielle Spender lag unter den Werten der Vorjahre.

Die Zahl der Blutspenden sank 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf 263’702. Der Blutverbrauch in den Spitälern nahm aufgrund des gezielteren Einsatzes ebenfalls ab. Für den Blutspendedienst stieg indessen der Aufwand. Er musste die Tests für über das Blut übertragene Krankheiten laufend anpassen, etwa wegen des West-Nil- oder Dengue-Virus.

Daneben wurde es den Angaben zufolge schwieriger, Blutspenden zu erhalten. Die Blutspendedienste steigerten darum die mobilen Aktionen um 14 Prozent bei gleichzeitiger Abnahme der Spender um elf Prozent in den letzten fünf Jahren.

Ein Grund dafür sind gemäss der Organisation tiefere Spendenzahlen bei Firmenaktionen wegen Homeoffice und in den Hochschulen wegen Online-Vorlesungen. Blutspende SRK ist eine Aktiengesellschaft und stellt mit den regionalen Blutspendediensten die Blutversorgung in der Schweiz sicher.