Weniger Motorradunfälle auf Bündner Strassen, © Kantonspolizei Graubünden
Unfall in Graubünden. Kantonspolizei Graubünden
  • Schweiz

Weniger Motorradunfälle auf Bündner Strassen

In Graubünden gab es 2023 mehr Unfälle. Es starben gleichviele Personen wie 2022.

19.03.2024

Auf den Strassen im Kanton Graubünden gab es 2023 insgesamt 2'400 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 17 Menschen ums Leben und 610 Personen wurden verletzt. Die Anzahl der Motorradunfälle und der Unfälle unter Alkoholeinfluss ist gesunken.

Die Anzahl Unfälle entspricht einer Zunahme von 73 Unfällen gegenüber dem Vorjahr. Sie ist höher als der Durchschnittswert der Jahre 2018 – 2022. Zu berücksichtigen ist, dass der Fahrzeugbestand im Kanton Graubünden im vergangenen Jahr um rund 2'961 Motorfahrzeuge angewachsen ist.

Mehr Unfälle mit Personen- und Sachschaden
Die Unfälle mit Personenschaden haben um 25 auf 478 und diejenigen mit Sachschaden um 48 auf 1922 zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr starben gleichviele Personen (17) an den Folgen von Verkehrsunfällen. Die Anzahl der durch Verkehrsunfälle schwer verletzten Personen hat sich von 99 auf 85 reduziert. Bei den Unfällen auf Autobahnen und Autostrassen gab es einen Rückgang von 10 Unfällen (-5 Prozent) auf 190.

Abnahme der Unfälle unter Alkoholeinfluss
Im Vergleich mit den vergangenen fünf Jahren ist bei den Verkehrsunfällen mit Fahrzeuglenkenden unter Alkoholeinfluss eine Abnahme erkennbar. Gegenüber dem Vorjahr sanken diese um 16,1 Prozent auf 99 Verkehrsunfälle.

Weniger Motorradunfälle mit Personenschäden
Die Anzahl der Motorradunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. So sank diese von 189 auf 165 Verkehrsunfälle, was einer Abnahme von 24 Unfällen (-12,70 Prozent) entspricht. Bei tödlich verunfallten Motorradfahrenden (-5) und bei schwer Verletzten (-21) wurde eine Abnahme verzeichnet.

Hingegen ist bei den Unfällen mit Fahrrädern ohne Tretunterstützung eine Zunahme von 69 auf 71 zu erkennen. Die Anzahl der verletzten Personen bei diesen Fahrradunfällen ist rückläufig (-8) und beträgt 47 Unfälle. Die Anzahl der Unfälle mit E-Bikes stieg um 5 Unfälle auf 43. Ein E-Bike-Lenker kam bei einem Unfall ums Leben.

Bei den Fussgängerunfällen gab es eine Zunahme von 12 Unfällen. Es wurden 49 Fussgängerunfälle registriert.

Überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung als Risiken
266 Verkehrsunfälle sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Dabei wurde nicht in jedem Fall die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit überschritten, sondern auch die Geschwindigkeit nicht an die Strassen- oder Sichtverhältnisse angepasst.

Bei den Unfällen aufgrund Unaufmerksamkeit oder Ablenkung ist ein Anstieg von 104 auf 106 zu verzeichnen. Diese Unfallzahlen zeigen, dass eine Kontrolltätigkeit in diesen Bereichen auch in Zukunft notwendig sein wird.