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05.11.22 bis 23.12.22 - BECHTER KASTOWSKY GALERIE Schaan

Jiří Georg Dokoupil

Seit 1992 arbeitet Jiří Georg Dokoupil an seiner Serie der Seifenblasenbilder. Pigment wird in die Seifenlauge eingebunden, ruhen gelassen, die richtige Konsistenz muss entstehen, um dann die daraus entstehende Seifenblase mit dem Bildträger einzufangen. Das Zerplatzen ist der Farbauftrag, der Abdruck wird zum zufälligen Erscheinungsbild. Seifenblasen zerplatzen übereinander – oder treten einzeln auf die Leinwand, eine Leinwand, die vorher grossflächig grundiert wurde und zum bereitwilligen Fundament dieser einzigartigen Malerei wird. Es entstehen Werke, die eine enorme Tiefenwirkung haben und die von einer geführten Zufälligkeit gesteuert sind.

Jiří Georg Dokoupil wurde 1954 in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren und ist dann mit seiner Familie als 14-Jähriger nach Deutschland geflüchtet. Sein Werdegang hat ihn zum Kunststudium in Deutschland und New York geführt. Als Vertreter der „Jungen Wilden“ der 1980er Jahre, welche sich in ihrer Malerei bewusst diametral gegen die Avantgarde (Minimalismus oder auch Konzeptkunst) gewandt haben – hat auch er damals tief in den Farbtopf gegriffen und mit grossen Gesten gemalt. Jetzt lehnt Dokoupil jegliche Zuordnung ab, keine Begrifflichkeit soll seine Arbeit beschreiben. Er bleibt singulär in seiner Kunst und gehört unweigerlich zu den eindrücklichsten Vertretern der heutigen Malerei. Neben Ausstellungen in den wichtigsten Museen der Welt u.a. Hamburg, Madrid, Wien, New York war er auch an der documenta 7 in Kassel vertreten. Zahlreiche internationale Sammlungen sind im Besitz seiner Werke.
Heute lebt und arbeitet Jiří Georg Dokoupil in Madrid, Rio de Janeiro, Bulgarien und Gran Canaria.

 

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