Atalanta Bergamo gewinnt die Europa League, © Keystone / AP / Frank Augstein
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Atalanta Bergamo gewinnt die Europa League

Für Bayer Leverkusen und Granit Xhaka endet die Serie der Ungeschlagenheit im Final der Europa League.

23.05.2024

In Dublin unterliegt der deutsche Meister den Italienern von Atalanta Bergamo durch drei Tore von Ademola Lookman mit 0:3.

51 Partien hatte Leverkusen in dieser Saison aneinandergereiht ohne eine einzige Niederlage. Der im letzten Sommer gekommene Granit Xhaka musste sich bis zum Mittwochabend nicht einmal in einem Pflichtspiel mit Leverkusen geschlagen geben. Wiederholt konnten sich die scheinbar Unbezwingbaren in den letzten Wochen und Monaten aus verzwickten Situationen retten und ihre bemerkenswerte Serie fortsetzen.

Diesmal fanden Leverkusens Trainer Xabi Alonso und seine Spieler keine Lösung gegen ein intelligent spielendes Atalanta Bergamo, das vor allem in der ersten halben Stunde von der Intensität her den Deutschen überlegen war und dank Ademola Lookman daraus Profit schlug.

Der nigerianische Stürmer traf in der 12. Minute ein erstes Mal nach einer guten Kombination der Italiener und ein zweites Mal eine Viertelstunde später, als ein versuchter schneller Angriff von Leverkusen misslang und indirekt zur Vorlage für Lookman wurde. Dieser beschleunigte, dribbelte Xhaka aus und traf mit grosser Klasse zum 2:0. Der dritte Streich von Lookman brachte nach einem Konter in der 76. Minute die frühzeitige Entscheidung und ein Eintrag ins Geschichtsbuch für den dreifachen Torschützen, den ersten sechsten in einem Europacup-Final.

Leverkusen fand keine Lösung

In Dublin war Lookman der gefährlichste Stürmer einer Mannschaft, die ausserordentlich geschickt die Pläne von Leverkusen durchkreuzte. Mit dem von Coach Gian Piero Gasperini geschätzten Pressing zwangen sie den deutschen Meister, für jeden Pass viel zu arbeiten. Das in dieser Saison oft gesehene Leverkusen-Powerplay blieb mehrheitlich aus.

Oft fehlte die Genauigkeit im Spiel der Deutschen, die nach der Pause dominanter, aber nicht sonderlich gefährlich wurden. Auch Granit Xhaka konnte das Spiel nicht so dirigieren, wie er es sich gewünscht hätte. Mit einem Weitschuss kurz vor der Pause sorgte der Schweizer, der zum zweiten Mal nach 2019, damals mit Arsenal, einen Europacup-Final verlor, immerhin für einen von wenigen gefährlichen Momenten in Atalantas Defensive um den gebürtigen Zürcher und albanischen Internationalen Berat Djimsiti.

Ende von Atalantas Durststrecke

Djimsiti, der 2016 vom FC Zürich zu Atalanta gewechselt hatte, durfte als Captain die lange Durststrecke seines Vereins beenden. Seit 1963 warteten die Nerazzurri auf ihren zweiten Titel. Erst am Mittwoch hatten sie ihn im Cupfinal gegen Juventus Turin erneut verpasst. Nun gewannen sie als erste italienische Mannschafts seit Parma 1999 die Europa League. Für Leverkusen folgt immerhin schon am Samstag die nächste Möglichkeit auf eine Trophäe. Dann trifft Alonsos Team im Cupfinal auf den Zweitligisten Kaiserslautern.